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Stationäre Behandlung in der
Schmerzklinik Bad Mergentheim?
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Die verschiedenen Formen
einer Neuropathie:
1.
Eine
Nervendurchtrennung z.B. im Rahmen einer
Amputation (durch Operation oder
Unfall) kann zu
Phantomschmerzen
(= Schmerzempfindung in einem Körperteil, der gar nicht mehr vorhanden ist) führen. Diese
Nervenschmerzen
treten meist unmittelbar nach
Amputationen auf.
Wir sehen jedoch immer wieder Fälle, bei denen sich
Phantomschmerzen
erst nach Jahren, in Ausnahmefällen sogar erst nach Jahrzehnten, einstellten.
Die Angaben zu
Schmerz
periodizität und
Schmerz
qualität lassen kein einheitliches Muster erkennen. Bei der Abfrage der
Schmerz qualität dominieren
Begriffe wie "brennend", "schneidend" und "wie eingeklemmt". Überwiegend wird
ein attackenförmiger Schmerzverlauf angegeben, wobei die
Schmerzattacken
minuten- bis tagelang dauern können. Bei fast allen Patienten mit
Phantom
schmerzen
liegt eine klimatische Schmerzmodulation
(= Änderung des
Schmerzzustandes) vor.
Bei Amputat
ionen im Bereich der
Beine stellen sich
in der Regel später auch behandlungsbedürftige Beschwerden an kontralateralen
(= gegenüberliegenden)
Gelenk
en und an der
Wirbelsäule ein,
bedingt durch unphysiologische (= unnatürliche) Dauerbelastungen.
Besonders bei anfallsartigen, einschießenden Schmerzen sollten zur Behandlung
Antikonvulsiva (z.B. Carbamazepin, Gabapentin oder Pregabalin)
(= Mittel gegen das
Anfallsleiden, aber auch bei bestimmten
Schmerzen wirksam)
versucht werden. Hin und wieder ist auch ein Therapieversuch mit Baclofen (=
Mittel zur
Muskel
entspannung)
erfolgreich.
Unterstützend (selten als einzige Therapie ausreichend) haben sich
schmerzdistanzierende
Antidepressiva
(= Mittel gegen Depressionen,
aber auch bei
Nervenschmerz
hilfreich)
sehr bewährt. Wir bevorzugen Maprotilin (z.B. Ludiomil®) und Doxepin
(z.B. Aponal®).
Oftmals ist die therapeutische
Lokalanästhesie
(= Behandlung mit
einem örtlichen
Betäubungsmittel)
in Form von häufig wiederholten
Nerven
- und Leitungsbetäubungen bei dieser Neuropathieform sehr hilfreich.
2.
Nach einer
Nervenverletzung
kann es zu einer
Kausalgie, auch als
CRPS Typ II (komplexes
regionales Schmerzsyndrom Typ II) bezeichnet, kommen.
Das Krankheitsbild ist charakterisiert durch qualvolle, glühend-
brennende Schmerzen
der betroffenen
Gliedmaße,
auslösbar oder verstärkt schon durch leiseste Ber
ührung (Allodynie)
((evtl. auch entfernter Körperstellen (Synästhesalg
ie)),
durch optische oder akustische Reize, Trockenheit (Xerosalg
ie),
Wärme, Affekte oder bloße Schmerzvorstellung (Sympsychalg
ie).
Meist bestehen ferner
Störungen der Durchblutung u. der Hauttrophik
(= Ernährungs-/Wachstumszustand der Haut).
Die Schmerzausbreitung ist unabhängig vom Innervationsgebiet
(= Versorgungsgebiet eines Ner
ven),
erfolgt evtl. auch auf die gegenseitige Gliedmaße (Alloparalg
ie).
Im chronifizierten Stadium sind wiederholte Blockaden
(= Betäubungen)
des betroffenen Nervs mit einem lang wirkenden Betäubungsmittel hilfreich,
optimal sind
kontinuierliche Blockaden mit Katheter
(= eingepflanztem dünnen Kunststoffschlauch). Letztgenannte Maßnahme sollte aber nur stationär (Schmerzklinik)
durchgeführt werden.
weiter: (www.schmerzklinik.com/neuropathie/seite2)
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