Schmerzthema

Fibromyalgiesyndrom

Definition und Hintergründe der Erkrankung

Das Fibromyalgiesyndrom ist gekennzeichnet durch eine Überempfindlichkeit des Schmerzsystems, durch eine Fehlfunktion des vegetativen Nervensystems und durch psychovegetative Veränderungen wie leichte Ermüdbarkeit, Schlafstörungen und Depressionen.

Der Begriff Fibromyalgie bedeutet „Sehnen- und Muskelschmerz“ und wurde als Krankheitsbild erstmals 1990 von der amerikanischen Gesellschaft für Rheumatologie als ein Syndrom, d. h. ein Komplex von Krankheitszeichen genauer definiert.

In einer Leitlinie zum Fibromyalgiesyndrom hat man sich in Deutschland auf folgende Kriterien geeinigt:

  • Chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen
  • Typische Symptome wie Steifigkeit und Schwellungsgefühl an Händen, Füßen und Gesicht, Müdigkeit, Schlafstörungen und andere vegetative und psychische Symptome
  • Mindestens 11 von 18 Tender Points (definierte, druckschmerzhafte Muskelsehnenansätze) können selektiv schmerzhaft sein.

Die typischen Krankheitszeichen können folgendermaßen beschrieben werden:
Schmerzen in mehreren Körperregionen sowie eine Reihe von Störungen im unterbewussten Nervensystem wie ausgeprägte Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, vermehrtes Schwitzen, Reizdarm, Reizblase, Überempfindlichkeit der Schleimhäute, Wassereinlagerungen, wechselhafte Taubheitsgefühle, Schluckbeschwerden und erhöhte Stressempfindlichkeit. Auch bestehen sehr häufig Schlafstörungen bzw. das Gefühl eines nicht erholsamen Schlafes sowie Depressionen und Ängstlichkeit.

Die Folgen dieser Vielzahl von Krankheitszeichen sind häufig eine stark verminderte Leistungsfähigkeit und eine erheblich eingeschränkte Lebensqualität. Die Beweglichkeit der Gliedmaßen und des Rumpfes ist meist unauffällig. Auch finden sich in der Regel keine nachweisbaren Defizite in der Nervenfunktion.

In der Zusammenschau ergibt sich eine komplexe Störung mit einer Überempfindlichkeit des Schmerzsystems, einer Fehlregulation im unterbewussten Nervensystem sowie einer veränderten Gefühlslage. Auch der Zugriff auf die Energiereserven ist gestört.

Das Fibromyalgiesyndrom ist keine „eingebildete“ Erkrankung. Seelische Faktoren scheinen bei vielen Betroffenen eine große Rolle zu spielen, oft bleibt die Ursache aber unklar.

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Inhalte unserer multimodalen Schmerztherapie

Das Schmerztherapiezentrum Bad Mergentheim widmet sich seit 1983 ausschließlich der optimalen Behandlung chronischer Schmerzkrankheiten.

Um den vielfältigen Einschränkungen entgegentreten zu können, bedarf es eines komplexen Behandlungskonzeptes, das jeweils individuell auf das Krankheitsbild, aber auch auf die Wünsche und Bedürfnisse des Betroffenen abzustimmen ist.

Die Hauptziele einer Behandlung sind eine deutliche und anhaltende Linderung der Krankheitssymptome, Entwicklung von wirksamen und gut durchführbaren Selbsthilfestrategien, Information über das Krankheitsbild, Austestung medikamentöser und nicht medikamentöser Behandlungsmaßnahmen, Steigerung bzw. Wiederherstellung der Fähigkeit, Alltag und/oder Beruf wieder meistern zu können.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass eine Behandlung chronischer Schmerzen sehr viel effektiver wird, wenn neben einer kompetenten körperlichen Behandlung auch Informationen über die Schmerzchronifizierung und die Bearbeitung psychischer Risikofaktoren mit in die Behandlung einbezogen werden. Auch die Berücksichtigung und Verbesserung der beruflichen/familiären Umstände ist oft entscheidend für das Gelingen der Behandlung.

Daher bieten wir ein breites Spektrum von ärztlich/ schmerztherapeutischen, physiotherapeutischen, ergotherapeutischen und schmerzpsychologischen Therapien in Kombination mit einer Sozialberatung zur Behandlung des Fibromyalgiesyndroms an.

Die Kombination aus schulmedizinischen und naturheilkundlichen Behandlungsmöglichkeiten ist uns dabei sehr wichtig.

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Behandlungskonzept

Fibromyalgiesyndrom

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